Konzertkirchen-Kalender Oktober 2026     

 
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19:00 ZUGumZUG
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19:00 Hör mein Bitten
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19:30 Kalabrien - Mein Tagebuch
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18:00 Folkwelten
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18:00 Theater "Zwo plus X"
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Konzertkirche

ZUG um ZUG: Akkordeon-Solist:innen und -Orchester

Freitag, 2. Oktober 2026, 19 Uhr: Konzert-Performance für 7 Akkordeonist:innen und ein Akkordeonorchester.
Mit Vojta Drnek, Katharina Koenig, Annette Rießner, Florian Stadler, Susanne Stock, Ute Völker, Eva Zöllner und Akkordeon-Schülerinnen und -Schülern der Kreismusikschule Altenkirchen, Leitung Michael Wagner.

Zug um Zug Foto Ilkin Guliywv

2026 ist das Akkordeon das „Instrument des Jahres“. Aus diesem Anlass haben sich sieben Akkordeonist:innen aus ganz Deutschland um die Westerwälder Musikerin Eva Zöllner zu einem besonderen Ensemble zusammen gefunden. Am 2. Oktober 2026 um 19 Uhr treffen sie in der Konzertkirche am Schloßplatz in Altenkirchen auf Akkordeonschülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Altenkirchen und entwickeln gemeinsam mit ihnen eine außergewöhnliches Konzertperformance zwischen Tradition und Avantgarde.

Die Musiker:innen haben sich solistisch im Jazz, in der Klassik oder in der Neuen Musik einen Namen gemacht. Nun bündeln sie in dem neu gegründeten Ensemble ihre Energie und Kreativität. An fünf Orten in Deutschland treffen sie unter dem Motto „ZUGumZUG“ auf ein ortsansässiges Akkordeonorchester. So auch in Altenkirchen, wo verschiedene Akkordeonorchester und -Ensembles der Kreismusikschule unter der Leitung von Michael Wagner seit Jahrzehnten die musikalische Landschaft der Kreisstadt bereichern.

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Im Lauf des Abends wird das Akkordeon in seiner ganzen Bandbreite erfahrbar – von folkloristisch geprägten Klangfarben bis hin zu elektronisch anmutenden Texturen und improvisatorischen Experimenten. Der Uruguayische Komponist Osvaldo Budón hat speziell für dieses Projekt ein Stück komponiert, welches in der Architektur der Altenkirchener Konzertkirche besonders zur Geltung kommen wird. Wenn sich 20 Akkordeons im Raum bewegen, entsteht ein einzigartiges Klangerlebnis: dichte Klangflächen, fragile Linien und bewegte Klangwolken umgeben das Publikum. ZUGumZUG ist ein Spiel mit Nähe und Distanz, mit Dichte und Transparenz, mit Vergangenheit und Zukunft – und ein kraftvolles Plädoyer für die klangliche Vielfalt und Ausdrucksstärke eines Instruments, das es neu zu entdecken gilt. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kultursommer Rheinland-Pfalz statt. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

Fotos: Ilkin Guliyev

Hör mein Bitten – vier Glaubenszeugnisse in der Kompositionssprache der Romantik

Die Komponisten der Romantik (ca. 1800 bis 1900) haben etliche geistliche Werke geschaffen, die bis heute durch ihre Wiederbelebung der alten geistlichen Vokalpolyphonie und durch die Aufwertung der Orgel zum Soloinstrument markant sind. Und dies gilt für die französische Romantik und die deutsche gleichermaßen.

Hyejoung Choi, die Kantorin des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen und der Evangelischen Kirchengemeinde Altenkirchen präsentiert mit Kantorei, Projektchor und einem Bläserensemble vier geistliche Kompositionen romantischer Musiker des deutschen, französischen und englischen Sprachraums, die durch die Dekanatskirchenmusikerin Helga Maria Lange, Siegen, an der Orgel und durch Soloparts der südkoreanischen Sopranistin Ye-won Lee, Köln, zur Vollendung gelangen.

Der Titel des Konzerts ist dem Namen der von Felix Mendelssohn Bartholdy geschaffenen Hymne „Hör mein Bitten“ entlehnt, die er zum 55. Psalm ("Gott! Höre mein Gebet! Entzieh dich meinem Flehen nicht!") 1844 geschaffen hat. Das Werk umfasst ausführliche Solopartien für Sopran, vierstimmigen Chor und orchestrale Orgelklänge.

Besondere Resonanz löste bei den etwa 35 Sängerinnen und Sängern aus Kantorei und Projektchor das Einstudieren der Cantique de Jean Racine von Gabriel Fauré (1845 – 1924) aus, denn der Text von Racine und das kompositorische Werk des 9-jährigen(!) Fauré für vierstimmigen Chor und Orgel harmonieren in eindrücklich-romantischer Weise. „In friedvoller Nacht erheben wir in der Stille unsere Stimmen: Göttlicher Retter, richte deinen Blick auf uns.“, singt der vierstimmige Chor – in bisweilen spannungsreichem Pianissimo.

Plakat
Die Deutsche Messe von Franz Schubert (1826) gehört mit ihren neun Chorälen zu den bekanntesten geistlichen Kompositionen der Romantik und wird auch von Westerwälder Chören bisweilen in Auszügen, dann jedoch meist ohne Bläserstimmen dargeboten. „Deutsch“ wird diese Messe deshalb genannt, weil sie erstmalig im katholischen Österreich die Verwendung der lateinischen liturgischen Sprache abweist und in Deutsch gesungen wird – sehr zum Ärgernis des Erzbistums Wien, das ein Aufführungsverbot erteilte, welches erst 18 Jahre nach Schuberts Tod aufgehoben wurde.

Ralph Vaughan Williams Wunsch, dass das Gotteslob in jedem Winkel der Erde erklingen möge (Let all the world in every corner sing), ist in seiner Muttersprache, dem Englischen, gehalten und zugleich das jüngste der im Konzertabend erklingenden Stücke, das erstmals 1911 erklang. Obwohl man es schon der klassischen Moderne zurechnen kann, gilt der Komponist Williams (1872–1958) doch auch als Vertreter des National Romantizismus, also der spätromantischen Bewegung in England.

Das musikalisch anspruchsvolle und Gemüt und Glaube bewegende Konzert kreist um die Bitte an Gott um Erhörung. Dabei werden die Kompositionen sogar verschränkt, bis das Gotteslob das menschliche Bitten ergänzt und ablöst.
Insgesamt hat die Kantorin Choi hier ein geistliches Konzert erarbeitet und zusammengestellt, das den polyphon Musizierenden viel abverlangt, für die Zuhörenden aber zu einem musikalischen Glaubenszeugnis in der kompositorischen Sprache der Romantik werden könnte.

Die Aufführung in der Lutherkirche in Kirchen findet am Samstag, dem 10.Oktober um 19 Uhr statt. In Altenkirchen erklingt das Konzert am darauffolgenden Sonntag, ebenfalls um 19 Uhr. Und für beide Konzerte gilt: Eintritt frei – Spenden sind willkommen.

Werner Jung

Kalabrien - Mein Tagebuch

Mittwoch, 14. Oktober 2026

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Folkwelten

Samstag, 17. Oktober, 18 Uhr

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„Seit Jakob...“ - Theaterstück des Mehrgenerationenhauses

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18 Uhr

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