Herzlich willkommen!

Konfirmation Westbezirk

Am kommenden Sonntag, den 30. April, sind die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Westbezirks von Pfr. Werner Zeidler dran. Um 10 Uhr in der Christuskirche am Schlossplatz.

KonfirmandInnen Westbezirk

Niklas Bieler, Helmenzen
Nicole Breidenbach, Altenkirchen
Alina Faulhaber, Altenkirchen
Merle Joy Marie Hasselbach, Michelbach
Bastian Hillen, Kettenhausen
Jessica Kleimann, Altenkirchen
Iris Langenberg, Altenkirchen
Shania Neitzert, Altenkirchen
Rene Niederhausen, Heupelzen
Colin Thiel, Altenkirchen
Philine Weigand, Heupelzen

Pfarrer Zeidler seit 30 Jahren in Altenkirchen

Seit März 1987 ist Werner Zeidler schon Pfarrer in der Kirchengemeinde Altenkirchen! Das Presbyterium gratulierte herzlich mit einem Blumenstrauß und einem Gedicht von Lothar Zenetti:

PfadEIN MENSCHLICHES LEBEN IST VIEL

Ein Leben währt nur ein paar Jahre
ein Leben ist wenig und viel.

Wir kommen und gehen, wir sähen und ernten,
ein menschliches Leben ist viel.


Ein Tag zwischen Morgen und Abend,
ein Tag, das ist wenig und viel.

Er ist uns geschenkt und gehört uns für immer,
ein Tag, den wir leben, ist viel.


Ein Wort, das kann wahr sein und lügen,
ein Wort, das ist wenig und viel.

Die Sprache der Liebe braucht nicht viele Worte,
ein liebendes Wort, das ist viel.


Ein Mensch, ach, was zählt denn schon einer,
ein Mensch, das ist wenig und viel.

Genug für die Liebe, genug für ein Leben,
ein Mensch, der mich liebt, das ist viel.

Gott ist bei euch und lebt!

Im Gottesdienst „Kirche mit Kindern“ in der Christuskirche Altenkirchen wurde an Ostern die Auferstehung Jesu Christi lebendig. Das Team der „Kirche mit Kindern“ um Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards brachte den zahlreichen Besuchern, darunter über 40 Kinder, in einem fröhlichen Gottesdienst die Ostergeschichte näher.

Ostern17
Pfarrerin Weber-Gerhards erzählte von den Jüngern und der Erkenntnis von Jesu Auferstehung. Die Kinder konnten dazu die Geschichte in einer Sandlandschaft im Altarraum nachspielen. Immer wieder kamen dabei auch die kleinen Besucher mit ihren Gedanken zu Wort. Die anschließenden Taufen untermauerten eindrücklich die Botschaft Jesu, dass Gott uns als treuer Begleiter zur Seite steht. Mit ihm können wir Berge überwinden, auch wenn wir vor scheinbar aussichtslosen Situationen stehen.

Für die Planung des Gottesdienstes sei dem Team der „Kirche mit Kindern“ herzlich gedankt. Ein ebenso großes Dankschön geht an Kreiskantor Johann-Ardin Lilienthal für die einfühlsame Orgelbegleitung sowie an Mareen Van Doorn, Henry Schneider und Thomas Enders, die mit dem Lied „Eine Handbreit Wasser unterm Kiel“ die Besucher verzauberten.

„... und erlöse uns von dem Bösen...“

Wir sind oft schnell dabei, einen auszugucken, der Schuld an einer Misere hat. Im Fußball zeigt man meistens auf den Trainer und macht ihn verantwortlich, wenn nicht ausreichend Spiele gewonnen werden.

172_4103_rgbIn der Schule wird der Leistungsabfall eines Schülers oder einer Schülerin nicht selten direkt auf die Lehrperson geschoben. In der Politik wird z.Z. der amerikanische Präsident oder auch die Bundeskanzlerin je nach politischer Einstellung für bestimmte Entwicklungen als der/die „Böse“ benannt. Für die Christen in den ersten Jahrhunderten waren die Juden die „Bösen“ und haben Jesus ans Kreuz gebracht. Wohin diese Beschuldigung führte, ist für uns Christen in Deutschland ein bitterer Eintrag in unserer Geschichte.

Nie sind die Schuldigen nur außerhalb von uns selbst zu suchen. Hinter Politikern stehen viele, die sie gewählt haben; mit Erfolg lernen hat nicht nur mit der Lehrperson zu tun; der beste Trainer nutzt nichts, wenn die Mannschaft es nicht umsetzt. Und Jesus hatte sehr viele Anhänger unter seinen jüdischen Volksgenossen.

„... erlöse uns von dem Bösen...“ kann auch heißen: Gott erlöse uns von unserem Stillhalten und Schweigen. Erlöse uns davon, auf Hass mit Hass zu antworten, nach dem Motto: wie du mir - so ich dir! Erlöse uns, Gott, dass wir ausprobieren: wie befreiend es ist, wenn wir selbst den ersten Schritt machen und auf den anderen zugehen. Wenn wir das Schwarz-Weiß-Denken aufbrechen. Erlöse uns, dass wir unsere Chancen der Verantwortung entdecken. Wir alle sind ein „Glied an deinem Leib“.

Mit Ostern hast du, Gott, uns erlöst zu einem neuen Leben. Du hast uns zu deinem Leib gemacht. In der Vielfalt unserer kleinen Gedanken und Schritte willst du, Gott, auferstehen und Versöhnung stiften in dieser Welt. „Erlöse uns von dem Bösen“ führt uns im Beten aus der Passion, aus dem Leid (dem persönlichen und dem gesellschaftlichen) hin zur Er-Lösung, die wir an Ostern feiern.

Ostern ist das Fest, das uns selbst aufstehen lässt gegen alle Entwicklungen, die Menschen Leid zufügen. Ostern ist das Fest, mit dem Gott uns Hoffnung schenkt, Unrecht, Leid und Tod zu überwinden. Ostern ist das Fest, das verspricht, dass das Leben siegen wird, dass Wirklichkeit wird, worum wir im Vaterunser bitten. Denn dein (Gott) ist die Kraft und die Herrlichkeit (hier und) in Ewigkeit. Amen.

Ihre Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards