Herzlich willkommen!

Stolpersteinverlegung und Vortrag: „Wege und Spuren“

Am Donnerstag, den 3. Februar, werden weitere 19 Stolpersteine für ehemalige jüdische Mitbürger ins Altenkirchener Pflaster gelegt. Der Künstler Gunter Demnig wird diese Steine diesmal persönlich verlegen. Start ist um 14 Uhr auf dem Schlossplatz vor der Christuskirche.

G„Wege und Spuren“ heißt der Vortrag von Gunter Demnig am gleichen Abend in der Kirche um 19 Uhr. Der Künstler berichtet über sein inzwischen europaweites Projekt in derzeit 1265 Kommunen in Deutschland und 21 europäischen Ländern zur Erinnerung an die Opfer und Verfolgten des Nazi-Regimes.

Dr. Peter Thomas aus Birnbach wird mit jiddischen Liedern und kurzen Texten der jüdischen Lyrikerin Ilse Weber den Rahmen gestalten. Den Zusammenhang zwischen Stolpersteinen und Menschenrechtstafeln erläutert Dr. Jürgen Binder.

In der Kirche gilt die 2G-Regelung und Maskenpflicht. Wir freuen uns über eine vorherige Anmeldung beim Ev. Gemeindebüro, Tel. 02681/800840 (9 bis 12 Uhr) oder per Mail an altenkirchen.ak@ekir.de.

Horst Pitsch

Kreis- und Landessynode tagten im Januar

Coronabedingt tagten sowohl unsere Kreissynode wie auch die Landessynode unserer Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) diesmal genau hintereinander. Beide Synoden fanden nur per Video-Schalte statt und trafen zahlreiche Entscheidungen für die Zukunft unseres kirchlichen Lebens.

0122 Landessynode per ZoomSo können künftig unsere Kirchengemeinden die Trägerschaft ihrer Kindertagesstätten dem Kirchenkreis übertragen. Haushaltsentscheidungen, Finanzfragen, Nachwahlen, eine Resolution zu Impfgerechtigkeit und gegen Hetze und Demokratiefeindlichkeit und weitere spannende Themen bestimmten die Beratungen der Kreissynode. Mehr zur Kreissynode und ihren Entscheidungen finden Sie auf www.kirchenkreis-altenkirchen.de. Bei der nächsten Synode unseres Kirchenkreises am 2. Juli in Almersbach und Oberwambach geht es um „Partizipation“ und um Miteinander mit der Jugend und deren Blick auf „Kirche heute leben“.

Seelsorge war diesmal das Schwerpunktthema unserer Landessynode. Die Vielfalt unserer Seelsorgeangebote zog sich in Worten, Bildern und Filmen quer durch die Synode, die wieder nur im Netz stattfand. Treibhausgasneutralität bis 2035 und mehr Ehrenamt in der Seelsorge: die rheinische Landessynode hat auch dazu zukunftsweisende Beschlüsse gefasst. Auch legte sie den Finger in die Wunde, als sie das Versagen der Europäischen Union benannte, wenn es um den Schutz von Menschen auf der Flucht geht.

Neue kirchenleitende Menschen wurden gewählt. Präses Dr. Thorsten Latzel hielt seinen ersten Bericht über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse. Und Video-Clips – sie können unter www.seelsorgeistda.de viele eindrucksvolle Einblicke in die unterschiedlichsten Seelsorge-Felder nehmen – schafften immer wieder Bilder zwischenmenschlicher Begegnungen, die an anderen Stellen der pandemiebedingt digitalen Konferenz schmerzlich vermisst wurden.

Vieles zur 75. ordentlichen Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland finden Sie zum Nachschauen und Nachlesen auf www.ekir.de/landessynode, kompakt dort unter synode.info sowie unter www.seelsorgeistda.de.

Text und Bild: Petra Stroh

Unsere Gottesdienstzeiten

Unsere Kooperation mit der Kirchengemeinde Hamm geht ins zweite Jahr!

AK-WilhelmstrManche sagen: Muss das denn sein? Unsere gewohnte Gottesdienstzeit um 10 Uhr wäre uns lieber oder wir müssen uns bei jedem Pfarrer bzw. Pfarrerin immer neu umstellen. Andere sagen: Das ist eine Bereicherung! Die Predigten und die Art, wie Gottesdienste gefeiert werden, sind so vielfältig wie auch die Bücher/Texte in der Bibel.

Da die Anzahl der Pfarrstellen reduziert wird, ist die Kooperation eine gute Lösung, um dennoch jeden Sonntag in beiden Gemeinden Gottesdienste zu feiern und den Pfarrpersonen Zeit zu lassen für Seelsorge, Konfirmandenunterricht und die vielfältigen anderen Aufgaben während der Woche.

Damit jede Gemeinde in den Genuss kommt, sowohl den „Frühaufstehern“ als auch den „Langschläfern“ ein Gottesdienstangebot machen zu können, wechseln wir jährlich die Zeiten. Im Jahr 2022 beginnen in Altenkirchen die Sonntagsgottesdienste in der Regel um 9.30 Uhr und in Hamm um 11 Uhr. Man kann natürlich auch zum Gottesdienst-Feiern einfach von Altenkirchen nach Hamm fahren oder umgekehrt, wenn die Uhrzeit einem passender erscheint.

Wir freuen uns auf jeden Fall, dass Sie bereit sind, mit uns gemeinsam über den Tellerrand zu schauen, und dass wir uns zusammen anregen lassen durch andere Gewohnheiten und Ideen.

Gudrun Weber-Gerhards, Pfarrerin

Alle Jahre (schon) wieder

Aber: Fürchtet euch nicht. Ja, ja, schon ist es wieder eng vor der Tür, da steht Weihnachten, auch die 4. Corona-Welle, der Nikolaus, eine neue Regierung – und ein neuer Pfarrer ist auch gewählt. Was nicht so alles passiert und so schnell... Und dann auch noch Weihnachten: Gottesdienste, Familie, Geschenke, Baum, Essen, das ganze Programm. Schön – und manchmal schaurig...

211_4809_rgbAber, da war doch noch was. Fürchtet euch nicht! – sagt der Engel – zu den Hirten auf dem Feld! So kam die Botschaft auch zu uns, dass Gott in einem Menschen zur Welt kommt. Wir feiern, dass Gott uns Menschen nahe gekommen ist. Gott und Mensch sind eins. Die Hirten haben es gesehen und weitererzählt. Als der Engel zu ihnen sprach: „Fürchtet euch nicht! Geht hin, da – nicht weit weg – ist Gott Mensch geworden“, da zeigte es sich, dass Gott die Menschen liebt und ihre Nähe sucht. Gott, das Ewige, findet sich im Menschen. Wir müssen nur hingehen, so wie die Hirten. Denen ist ein Engel erschienen.

Das kann ein Mensch sein, der uns auf das göttliche Geheimnis hinweist, ein Text, ein Wort, das wir hören, es kann ein Gebet sein, ein Gottesdienst. Für einen Engel gibt es viele Möglichkeiten. Wir haben von dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes gehört. Auch für uns ist der Weg nicht weit, der Weg führt von unserem Alltag zu einem Stall in Bethlehem. Das ist in uns, also nicht weit weg, aber trotzdem muss man sich aufmachen. Das was man gerade tut, einmal sein lassen, sich Zeit nehmen und dem Wegweiser, dem Engel folgen.

Wer das tut, der wird entdecken, dass Gott auch in ihm selbst zu finden ist. Gott ist nicht groß und mächtig, er ist nicht prachtvoll und geschmückt. Er ist wie ein kleines Kind, um das man sich kümmern muss. So kommt Gott zur Welt, wehrlos und verletzlich wie ein Baby. So ein kleines Kind braucht Liebe und Zuwendung. Damit wir entdecken, dass Gott in uns, in unseren Herzen zur Welt kommt und da ist. Wir brauchen uns nur auf den Weg machen und sehen: Gott und Mensch sind zusammen.

Damals in der Krippe hat es sich den Hirten und der Welt gezeigt und heute zeigt es sich in unseren Herzen. Das ist Weihnachten. Fürchtet euch nicht! Amen.

Herzlichst,
Pastor Axel Mertig